Gaby Mrosek

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2021:November | Dezember

2021-11-08

Wenn wir es nur gut meinen…

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Wenn wir es nur gut meinen…                                                                09.11.2021

Ich liebe es, Wildtiere zu beobachten und ganz besonders die bunte Vogelverwandtschaft in unserem Garten. Deshalb füttere ich sie rund ums Jahr.
Einige Untertöpfe stehen als Wasserquellen überall verteilt. In einem Strauch hängt ein Futtersilo und auch ein Tellerchen mit Körnern steht stets bereit.
Eigentlich war bisher alles gut so wie es ist. Doch neulich kam ich auf die glorreiche Idee, ein großes Futterhaus mitten in den Garten zu stellen. Eine regelrechte Vogelvilla. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass all die vielen Piepmätze sich über das neue Domizil freuen würden. Seit zwei Tagen steht nun das Paradies angefüllt mit hochwertigem Futter da.
Was passiert seit dem? Nichts! Es bleibt alles wie es vorher war! Sämtliche Vogelarten suchen ihre alten Futterstellen und entdecken zwar auch die neue wunderschöne, haben aber dazu bisher keinen Bezug. Hier schaut mal eine Kohlmeise vorsichtig hinein, da ein Rotkehlchen. Aber das emsige Fressen in dem großzügigen Vogelrestaurant blieb bisher aus.
Warum erzähle ich dir das? Ganz einfach: Weil mir klar wird, dass wir alle mehr oder weniger dazu neigen, etwas „verschönern“, etwas „besser machen“ zu wollen. Ganz besonders wenn es um die geht, die uns am Herzen liegen. Wir wollen das allerbeste für unsere Kinder, Partner, Freunde und Verwandten und dabei vergessen wir oft, dass wir gar keine Ahnung haben, was das Beste für jemand anderen ist. Wir können lediglich unserem Gegenüber etwas anbieten, sollten dann aber respektvoll und ohne Vorwurf akzeptieren, wenn er/sie das ganz anders sieht. Es ist die individuelle Wahrnehmung, die uns letztlich voneinander trennt. Dafür wurde sie gemacht. Dafür wurden einzigartige Körper geschaffen. Vereinigung findet aber nicht statt, wenn wir möglichst genauso ticken wie unser Liebster. Heilung findet nicht statt, wenn wir versuchen unsere Egos gleich zu machen.
Augenhöhe und Respekt sind Grundvoraussetzungen für eine heilende Beziehung, die Trennung auflösen kann. Vergleiche und Bewertungen hören auf. Und dann fühlen wir uns nicht mehr persönlich angegriffen, wenn jemand z.B. unser gekochtes Essen ablehnt oder sich ein bestimmtes Bild nicht ins Wohnzimmer hängen möchte. Wir können offenen Geistes die Individualität, die in der Dualität, der Matrix, normal ist, tolerieren und auch unsere Vorlieben einfach so stehen lassen. Wir müssen uns nicht mehr verbiegen, aber ein anderer auch nicht. So haben wir endlich den Blick für das wahre Wesen unsrer Weggefährten. Und das ist genauso wie unseres: es ist reine pure Liebesenergie, die sich einfach nur freuen und im Frieden sein will! Jetzt endlich müssen wir auch nicht mehr für alle anderen mitdenken. Wir können uns entspannen und vertrauen, dass alles zur richtigen Zeit zu uns und zu anderen kommt. Wir wollen jetzt nur noch unsere Einheit mit dem Gegenüber erkennen.
Was ist nun mit der „Villa Vogel“? Nun, die steht ja bereits und ich bin mir auch sicher, dass sie im Laufe der Zeit von den Piepmätzen angenommen wird.
Ich habe dadurch sehr eindrücklich gelernt, erstmal einen großen Schritt zurückzutreten und zum Beobachter zu werden, bevor ich das nächste Mal meine eigenen Wünsche auf die Welt projiziere…

Hab einen hellen Tag und ShineOn!

Deine Gaby 

Gaby Mrosek - 17:36:09 | Kommentar hinzufügen

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